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Autor: Stefanie Heil
Artikel vom 10.09.2020

Amtliche Bekanntmachungen

Amtliche Bekanntmachungen

Bürgermeister

Das Saftmobil kommt nach Massenbachhausen! 

Äpfel und Birnen zu Saft pressen mit dem Saftmobil am Mittwoch 23.09.2020 in Massenbachhausen
Mit dem Saftmobil von Thomas Wiedl aus Eppingen haben Sie die Möglichkeit das Obst aus ihren Streuobstwiesen mit einer mobilen Anlage zu Saft zu verarbeiten. Gepresst wird am Mittwoch, den 23.09.2020 neben der Mehrzweckhalle in Massenbachhausen: Am Vormittag wird die Apfelernte der Lindenhofschule gepresst und am Nachmittag steht das Angebot der Bevölkerung von Massenbachhausen zur Verfügung. Jeder erhält ausschließlich Saft von seinen eigenen mitgebrachten Äpfeln und Birnen. Der Saft wird in 3/5/10 Liter Boxen abgefüllt. Aufgrund der aktuellen Corona-Bedingungen ist eine Anlieferung nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Die Corona-Verhaltensregeln und weitere Informationen zum Saftmobil sowie die Preise finden Sie unter: www.saftmobil.net

Weitere Informationen zur Anmeldung und zum Ablauf werden im nächsten Gemeindeanzeiger veröffentlicht.

Bei Fragen zum Saftmobil:

Das Saftmobil, Weilerstraße 8, 75031 Eppingen, Inhaber: Thomas Wiedl, Tel.: 0172-6963931

 

 

Pulsierendes Herz für die Gemeinschaft

Massenbachhausen wurde von der Architektenkammer für die Gestaltung der Halle und des Hallenumfeldes ausgezeichnet

Es ist ein gelungenes Arrangement: Die generalsanierte Mehrzweckhalle und das neu gestaltete Hallenumfeld "Grüne Mitte". Damit konnte Massenbachhausen auch bei der Architektenkammer Baden-Württemberg punkten. Diese lobte jetzt das Auszeichnungsverfahren "Beispielhaftes Bauen Stadt und Landkreis Heilbronn 2015 bis 2020" aus. Massenbachhausen konnte überzeugen: Sowohl die Kommune, als auch die Planungsbüros für die Halle und das Hallenumfeld, Kubus 360° aus Stuttgart und Hink Landschaftsarchitektur aus Schwaigern-Massenbach, wurden mit dieser Auszeichnung bedacht.

"Die Kammer möchte mit diesem Preis beispielhafte Bauwerke und Entwicklungen in der Architektur auszeichnen," sagt Michael Hink, Geschäftsführer des gleichnamigen Landschaftsarchitekturbüros in Massenbach. Er hatte im Mai diesen Jahres die Initiative für die Teilnahme an der Ausschreibung übernommen und das Okay der Gemeinde eingeholt. "Es hat uns gefreut, dass die Planer uns auf diesen Wettbewerb aufmerksam gemacht haben", sagt Bürgermeister Nico Morast. Gemeinsam arbeiteten die beiden Büros die Unterlagen aus, stellten darin das Zusammenwirken beider Projekte in den Mittelpunkt.

In ihrer Ausschreibung ging es der Architektenkammer vor allem um das Thema "Architektur schafft Lebensqualität". Die Behörde will das Bewusstsein für die Baukultur im Alltag schärfen und damit weitere Impulse für eine positive Stadtentwicklung geben. Aus insgesamt 67 eingereichten Arbeiten traf die siebenköpfige Fachjury eine Vorauswahl und besichtigte schließlich 28 Objekte vor Ort. Am 30 Juli war sie in Massenbachhausen. Im August dann die Überraschung für Bürgermeister Nico Morast: Er erhielt das Glückwunschschreiben der Architektenkammer. 18 Auszeichnungen für "Beispielhaftes Bauen" wurden im Stadt- und Landkreis vergeben, eine davon ging an Massenbachhausen. Morast ist stolz über die erste Auszeichnung dieser Art für die Gemeinde. Das Büro Hink kann bereits auf mehrere solcher Preise blicken. Für Kubus 360°, so Geschäftsführer Christoph Dietz, sei es die dritte Halle, die mit dieser Ehrung gewürdigt wird.
 
Die Sanierung und Erweiterung der Mehrzweckhalle sei eine Initialzündung für die Gemeinde gewesen, heißt es in der Jurybegründung. Denn statt das in die Jahre gekommene Gebäude abzubrechen, wurde es nachhaltig saniert. "Und da Gebäude nicht an der Eingangstür enden, werden die umgebenden Außenanlagen einfach, aber zweckmäßig zur neuen grünen Mitte gestaltet. So wirken beide Baumaßnahmen mit Strahlkraft in den Ort hinein." Gefallen hat den Fachleuten vor allem die geschickte Anordnung der Räume mit vielfacher gleichzeitiger Nutzungsmöglichkeit und die Gestaltung der Freianlagen mit Angeboten für den Vereinssport oder für Begegnungen. "Massenbachhausen hat ein neues pulsierendes Herz für die Gemeinschaft, den Sport und als Treffpunkt bekommen."
 
Sowohl die Planer, als auch Bürgermeister Nico Morast blicken stolz auf das bereits Entstandene. "Es ist faszinierend, wenn man durch die Glasfront der Halle sieht, wie sie sich mit Leben füllt", sagt Morast. Auf dem davorliegenden, barrierefreien Areal tummeln sich Kinder und Jugendliche auf Inlinern oder Fahrräder, Senioren drehen mit und ohne Rollator ihre Runden.
 
Dabei ist das Gesamtarrangement rund um Halle und das benachbarte Rathaus noch nicht abgeschlossen. Denn sowohl der Umbau des Parkplatzes westlich des Rathauses, als auch die Neugestaltung des Rathausvorplatz stehen auf der Agenda. Hinzu kommt der Umbau des an die Halle angrenzenden Stadions und die Offenlegung des verdolten Gießgrabens entlang der Gartenstraße. Und schließlich stehen die Sport- und Freizeitanlagen hinter der Halle und das neue Gemeindehaus der Kirche gegenüber dem Rathaus auf dem Plan. 
 
Feierstunde

Die Verleihung der Urkunden an die Bauherren und die Architekten ist für den 20. Januar 2021 in der Aula des prämierten Bildungscampus in Heilbronn geplant - sofern es die Corona-Verordnung zulässt. Die Bauherrschaft bekommt dabei eine Plakette überreicht, die am Baukörper angebracht werden kann. Im Rahmen der Feierstunde wird auch die Ausstellung eröffnet, in der die ausgezeichneten Architekten ihre Projekte vorstellen.

 

Hauptamt/Bauamt

Tempo 30 – Geschwindigkeitsbeschränkung im Ortskern 

Seit dieser Woche gilt in Massenbachhausen fast in der kompletten Ortsdurchfahrt Tempo 30. Die Straßenverkehrsbehörden haben die rund 20 neuen Verkehrsschilder in den vergangenen Tagen angebracht.

Das Tempolimit gilt in der Heilbronner Straße von Massenbach kommend, Orts einwärts ab dem Rathaus bis hin zur Fürfelder Straße, Gebäude 39, und bis zur Einmündung in die Gemminger Straße.

Da es sich hierbei um Landes- und Kreisstraßen handelt, lag die Entscheidung zur Umsetzung einer Tempo-30-Begrenzung beim Regierungspräsidium Stuttgart - der Antrag auf die Geschwindigkeitsreduzierung ging wiederum von der Gemeinde aus und wurde auf dem Dienstweg über das Landratsamt als untere Straßenverkehrsbehörde eingereicht.

Bereits im September 2018 hat die Gemeinde den Antrag auf Umsetzung der Lärmaktionsplanung beim Landratsamt Heilbronn eingereicht. Der Prozess zog sich jedoch über Jahre hinweg, nicht zuletzt auch wegen verschiedener Gesetzesänderungen und Gerichtsurteile.

Bereits im März 2017 wurde durch einen Gemeinderatsbeschluss zur Durchführung einer verkehrs- und schalltechnischen Untersuchung der Grundstein für das Verfahren gelegt. Als Partner entschied man sich damals für das Ingenieurbüro BS Ingenieure aus Ludwigsburg. Wesentliche Ergebnisse der Untersuchung waren, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Lärm-Grenzwerte vor allem nachts überschritten wurden. Als Vorschlag zur Verminderung der Geräuschimmissionen schlug das Ingenieurbüro die Einführung mehrerer Tempo 30 Abschnitte innerhalb des Gemeindegebiets vor.
Der ausgefertigte Entwurf wurde daraufhin im April 2018 im Rathaus mit der ausdrücklichen Bitte zur Bürgerbeteiligung ausgelegt. Die Resonanz war enorm: Neben den vielfältigen Rückmeldungen der Träger öffentlicher Belange brachten sich zahlreiche Einwohnerinnen und Einwohner aktiv in den Prozess ein, sei es durch Vorschläge, Kritiken oder aber auch der Abgabe einer gemeinsamen Erklärung und Unterschriftenliste. Durch dieses Engagement stärkte die Einwohnerschaft dem Gemeinderat und der Gemeindeverwaltung entschieden den Rücken und bekräftigte das Interesse der Gemeinde gegenüber den übergeordneten Stellen.

In seiner öffentlichen Sitzung im Juli 2018 beschloss der Gemeinderat den Lärmaktionsplan einstimmig und beauftragte die Verwaltung die Ausweisung einer 30 Km/h-Geschwindigkeitsbeschränkung vom Rathaus über die Heilbronner Straße, Fuchslochstraße bis hin zur Fürfelder Straße zu beantragen. Im September 2018 wurde dann der Antrag zur Umsetzung des Lärmaktionsplans beim Landratsamt Heilbronn gestellt.

Mit Schreiben vom 20. Juli 2020 ging der Gemeinde Massenbachhausen jetzt die Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart zur Umsetzung der Maßnahme zu. Da für verkehrsrechtliche Anordnungen das Landratsamt Heilbronn als Untere Straßenverkehrsbehörde zuständig ist, fand am 28. Juli eine Sonderverkehrsschau statt, in der die neuen Standorte für die Verkehrszeichen Tempo 30 mit Zusatz „Lärmschutz“ festgelegt und angeordnet wurden.

Die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Bad Rappenau haben nun zu Beginn dieser Woche die entsprechenden Schilder angebracht, so dass ab sofort die 30 Km/h-Geschwindigkeitsbeschränkung auf den entsprechenden Abschnitten gilt.

Auch wenn das Verfahren aus Sicht der Verwaltung zu lange andauerte und die Entscheidung zu lange auf sich warten ließ, zeigt sich Bürgermeister Nico Morast mit dem Ergebnis zufrieden: „Durch die freiwillige Erstellung einer Lärmaktionsplanung hat der Gemeinderat frühzeitig die Weichen gestellt und die Grundlage für die jetzt umgesetzte 30 Km/h-Geschwindigkeitsbeschränkung geschaffen. Neben dem aktiven Lärmschutz sehe ich in dieser Maßnahme auch einen zusätzlichen Sicherheitsaspekt für die Fußgänger in unserem innerörtlichen Bereich.“ 

Die Gemeindeverwaltung bittet die Bevölkerung um Beachtung der neuen Geschwindigkeitsvorgaben, denn nur wenn diese eingehalten werden bringen sie auch den gewünschten Erfolg und Mehrwert mit sich.